Was wir über uns gelernt haben – unser erster CO₂-Bericht
Wir reden seit Jahren über Nachhaltigkeit. Aber Hand aufs Herz: Wussten wir wirklich, wo wir stehen? Dieses Jahr wollten wir es genau wissen. Im Rahmen des Projekts SustainLab – einer gemeinsamen Initiative der Technischen Hochschule Augsburg und der IHK – haben wir uns erstmals intensiv mit unserer CO₂-Bilanz beschäftigt. Die vier Masterstudenten Franziska, Lisa, Markus und Luisa haben sich über ein ganzes Semester durch unsere Zahlen gearbeitet: Gasrechnungen ausgewertet, Abfallprotokolle geprüft und Anreisewege unserer Gäste berechnet.
Wir haben ihnen Einblicke gegeben, die wir sonst selten zeigen. Und sie haben uns dafür etwas zurückgegeben: Klarheit.
Wo wir am meisten Luft nach oben haben – und was wir schon gut machen
Was uns am meisten beschäftigt: Wie unsere Gäste zu uns kommen, wie wir unsere Energie einsetzen, was auf den Teller kommt.
Die An- und Abreise unserer Gäste verursacht den größten Teil der Emissionen – vor allem, weil viele mit dem Auto kommen. Positiv: Der Trend zur E-Mobilität ist bereits spürbar und wird von uns mit ausreichender Ladeinfrastruktur unterstützt. Damit noch mehr Gäste per Zug kommen können, bräuchte es allerdings bessere Bahnverbindungen nach Oberstdorf – das liegt nicht allein in unserer Hand, aber wir sprechen es trotzdem an.
Unsere Wellnessbereiche und Outdoor-Pools brauchen viel Wärme – das überrascht uns nicht, aber es war gut, es schwarz auf weiß zu sehen. Da nachhaltiges Handeln für uns schon immer eine Herzensangelegenheit war, fing Robert Frank bereits vor über 30 Jahren damit an, sich mit dem Thema Energieverbrauch auseinanderzusetzen. Dadurch konnten wir unsere Anlagen konstant weiterentwickeln und effizienter gestalten. Wir haben zum Beispiel ein System, das die Abwärme unserer Heizung auffängt und wiederverwendet – so geht fast keine Energie verloren. Das klingt technisch, macht aber einen spürbaren Unterschied. Und wir arbeiten daran, unsere Heizung noch smarter zu steuern – so dass Räume warm sind, wenn sie gebraucht werden, und nicht die ganze Nacht durchlaufen, wenn niemand drin schläft.
Und dann ist da noch Svens Küche. Was auf den Teller kommt, hat auch einen Fußabdruck. Die gute Nachricht: Weil wir ohnehin auf regionale Bauern und frische Produkte setzen, sind wir hier schon auf einem guten Weg. Wir wollen noch mehr Gerichte, bei denen man nicht merkt, dass sie gut für die Welt sind – weil sie einfach gut sind.
Nina
„Was uns am meisten überrascht hat? Dass das Hinschauen gar nicht so unbequem ist, wie wir dachten.“
Nina Edel, Qulity
Ehrlich gesagt: Es war nicht immer einfach
Nicht alle Zahlen lagen sofort auf dem Tisch. Wir mussten graben, schätzen, nachfragen. Aber genau das war lehrreich – wir wissen jetzt, was wir künftig besser erfassen müssen. Die Studierenden haben trotzdem ein Ergebnis vorgelegt, welches wir intern diskutiert haben und das uns wirklich weiterhilft.
Was uns am meisten überrascht hat? Dass das Hinschauen gar nicht so unbequem ist, wie wir dachten. Wir wissen jetzt, wo wir gut sind – und wo wir mehr tun können. Beides ist hilfreich. Und das Schönste ist, dass unser ganzes Team mit dem Herzen dabei ist und - wie auch schon in der Vergangenheit – immer ein wachsames Auge darauf hat, an welchen Schrauben wir noch drehen können. Zum Beispiel konnte unser Housekeeping durch ein kleines Zirbenherz auf dem Bett ganze 75 Prozent der Bettwäsche-Wechseln einsparen – weil auch unsere Gäste gerne nachhaltig Urlaub machen. Auch unsere Haustechnik hat eine große Leidenschaft dafür, unsere Wasser-, Strom-, und Energieverbräuche stets weiter zu reduzieren und an unserer Technik zu feilen. In jeder Abteilung unseres Hauses gibt es solche Beispiele, die uns zeigen, dass es nicht immer die große Veränderung sein muss, die unser Leben und Arbeiten nachhaltiger gestaltet, sondern viele kleine Anpassungen im Ende das große Ganze ergeben.
Wir teilen das hier, weil wir glauben: Wer offen zeigt, wo er steht, kann auch offen zeigen, wohin er will. Und wir wollen dahin, dass ein Urlaub bei uns sich gut anfühlt – für unsere Gäste, unser Team und für die Berge, in denen wir leben.